Beim Frühstück, besprechen wir jeweils immer das Tagesprogramm für den zweiten Tag. Dieser verläuft meistens sehr spontan ohne feste Planung. Einige Sehenswürdigkeiten hat natürlich jeder im Kopf und so fuhren wir einfach mal Richtung Neumarkt, weil Paul dieses Dorf mit seinen Laubengassen noch in Bester Erinnerung hatte. Auf halben Weg, ruft Hansruedi plötzlich „Halt“ umkehren! Wir sind soeben an der Distillerie Roner vorbeigefahren! Da müssen wir unbedingt reinschauen. Oh ja, hier gefällt es uns und jeder findet das erste „Mitbringsel“ einen feinen Grappa oder eine Flasche Williams.

Nach kurzer Weiterfahrt, erreichten wir Neumarkt und spazierten bei angenehmen T-Shirt Wetter durch die wunderschönen Lauben. Der erste Apéro war fällig und alle bestellten das aktuelle In-Getränk in Südtirol einen erfrischenden Aperol gespritzt mit Prosecco.


Koni hatte noch eine weitere Destination im Hinterkopf und so fuhren wir gegen Mittag weiter nach Kurtatsch. Da muss doch irgendwo die Schlosskellerei Turmhof in der Nähe sein! Ich war zwar auch schon bald 15 Jahre nicht mehr vor Ort, fand aber das Weingut Tiefenbrunner wieder auf Anhieb. Leider waren wir nicht ganz die einzigen die sich im gemütlichen Garten eine Jauseplatte genehmigen wollten und so fuhren wir wieder weiter.


 Nach einem kurzen Aufenthalt in Kurtatsch führte uns die Weiterfahrt auf einigen Umwegen schliesslich nach Tramin. Zielstrebig wie wenn er schon mal vor Ort war marschierte Hansruedi auf das Weingut Hofstätter zu! Im gemütlichen Garten nahmen wir Platz und bestellten den zweiten Apéro an diesem sonnigem Herbsttag.
Da uns der kleine Hunger bereits plagte bestellten wir gleich eine Jauseplatte dazu. Dieses Weingut erwies sich als absoluter Volltreffer! Neben dem kleinen Garten gab es auch eine urbane Weinbar im inneren des Gebäudes zu bestaunen. Diese hat uns so gut gefallen, dass wir fast den ganzen Nachmittag dort verbrachten und noch die eine oder andere Spezialität genossen.

Plötzlich wurde es auf dem nahen Dorfplatz ziemlich laut und alle rannten hin um zu sehen was los war. Wie sich herausstellte feierte eine Hochzeitsgesellschaft nach altem südtiroler Brauch. Eine ganze Meute Schnappviecher des Traminer Egetmann-Vereins machte den Dorfplatz unsicher und einen Höllenlärm dazu. Nach so viel Spektakel fuhren wir zurück ins Hotel und organisierten den zweiten Abend. Der freundliche Kellner vom Schloss Hotel Korb gab uns am Vorabend noch eine Empfehlung. Diese beherzigten wir und so genossen wir am Abend nochmals ein gediegenes Menu mit einigen Wildspezialitäten unterem anderem Fasan. Diesmal organisierten wir ein Taxi aus Bozen, der junge Fahrer wollte uns auf der Heimfahrt noch über den VIP-Eingang in die grössste Disco der Region einschleusen. Wir lehnten jedoch dankend ab und genossen ein paar Stunden Schlaf nach dem zweiten, anstrengendem Tag unserer kulinarischen Reise ins Südtirol.